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Lanka News 2011 Reisebericht vom

11.03.-11.04.2011

Morgens um 5.00 Uhr am 12.März kommen wir in Sri Lanka an. Obwohl es noch so früh ist, lässt sich schon erahnen, wie heiss es werden wird. Auch dieses Mal werden wir sofort wieder in den Bann dieses wunderschönen Landes gezogen. Es herrscht Aufbruchstimmung – man merkt der Krieg ist vorbei – Colombo ist fast nicht wieder zu erkennen! Die ersten zwei Tage lassen wir es gemächlich angehen. Aber schon am dritten Tag fahren wir nach Moratuwa und besuchen dort die Roman Catholic School.


Projekt - Schule Roman Catholic School, Moratuwa – Pausenbrot für Kinder. Dieses Jahr werden an 140 Kinder der 6.-11.Klasse Pausenbrote für 5 Rupien (anstatt 25 oder 30 Rps) verkauft. Dies ist für die meisten der Kinder die einzige tägliche Nahrung:

Wie sich herausstellt, wird in ein paar Tagen das 135jährige Bestehen der Schule gefeiert. Wir entscheiden uns kurz entschlossen, beim Fest mitzuhelfen. Man kann doch tatsächlich Springburgen, Face-painter und Clowns mieten. Zusätzlich haben wir 300 Portionen Schokomilch bestellt. Beim Start des Festes ist alles bereit. Die Kinder werden auf eine grosse Probe gestellt, da die offizielle Zeremonie noch andauert und sie deshalb noch warten müssen. Bald schon aber dauert es den Kindern zu lange und immer mehr drängen sich zum Clown und den Face-painter. Wieder einmal müssen wir lernen! Es gehört sich nämlich nicht, während man die Schuluniform trägt, ein bemaltes Gesicht zu haben. Nach langen Diskussionen erlauben die Lehrer dann doch noch, dass die Arme der Kinder bemalt werden können. – Die Springburgen sind die ganze Zeit übervoll, und das in dieser Hitze!!!!
Die Überraschung ist gelungen und die Kinder sind voller Freude und auch die Gäste kommen auf Ihre Kosten. Die Schokomilch wird mit Begeisterung getrunken.


Projekt – Bäckerei bread & buns, Koralawella/Moratuwa – mit einem Kredit unterstützen wir einen Kleinbetrieb, der die Pausenbrote für die Kinder liefern darf:

Bread’n’buns, die Bäckerei, die durch einen Kredit von Lanka-Help gegründet werden konnte, hat bereits 14 Angestellte. Das heisst 14 Familien haben ein Einkommen.


Projekt – Kindergarten in Kimbissa – Bau des Kindergartens und des Spielplatzes, die Bezahlung der Löhne der Lehrerinnen sowie der Unterhalt des Kindergartens. Im Kindergarten sind zwischen 50 und 60 Kinder:

Wir fahren zum Kindergarten in Kimbissa. Wieder singen und tanzen die Kinder zur Begrüssung. Das Gebäude des Kindergartens ist komplett und sieht toll aus! Der Aussenanstrich und die eingezogene Zimmerdecke sind fertig und wie sich herausstellt, sind just zu diesem Zeitpunkt die Decken-Ventilatoren am Strom angeschlossen worden.
Mit einer feierlichen Zeremonie (in Sri Lanka wird alles feierlich eröffnet) dürfen wir zum ersten Mal die Ventilatoren einschalten. Im Anschluss spielen die Kinder auf den Spielplatz und alle, auch die Eltern der Kinder, bekommen etwas zu essen und zu trinken. – Am nächsten Tag sitzen wir mit den Lehrerinnen und dem Elternkomitee zusammen und kontrollieren die Abrechnungen und besprechen das weitere Vorgehen.


Projekt – Rural Hospital Sigiriya – Bau einer 10-Betten-Kinderstation und einer Zahnarztabteilung mit der nötigen Infrastruktur und Inneneinrichtung. Bau verschiedener Sanitäranlagen, Ruheraum für den Ambulanzfahrer, sowie Bau eines Gebetsschreins:

Die Kinderabteilung und die Zahnarztpraxis sind soweit fertig. Die Zahnarztpraxis ist bereits in Betrieb. Nachdem die bestellten Betten und Möbel sowie Matratzen und Kissen geliefert wurden, konnte auch die Kinderabteilung (nach unserer Abreise) feierlich eröffnet werden. Das von Dr. Ecki Hermann,Schaan gespendete EKG-Gerät wurde mit grosser Freude entgegengenommen.


Wieder zurück in Colombo gehen wir auf Einkaufstour. Dieses Mal sollen es Artikel sein, die wir in unserem Geschäft für Lanka-Help verkaufen können. Auch dafür benötigen wir wieder vier volle Tage. Wir finden einen Steinhauer, der für uns Elefanten aus Granit meisselt, einen Schmuckdesigner, der uns ein paar Schmuckstücke anfertigt; und natürlich fehlen auch die Holzpuzzle, Stofftiere und wunderschönen Mobile nicht. Mitte Juni sollte alles in Liechtenstein angekommen sein und steht dann für Sie bereit.
Dann geht es endlich los nach Nikapotha ins Kinderheim. Pater Bosco telefoniert ständig um uns mitzu- teilen, dass die Kinder voller Ungeduld auf uns warten.


Projekt – Kinderheim: Bishop Leo children’s home, Nikapotha. Bau eines Mädchenhauses und eines Knabenhauses, sowie Unterhalt des Kinderheims. Im Kinderheim sind ca. 50 Kinder, ausserhalb des Kinderheimes werden an 7 Studenten die Kost und Logis, sowie die Bücher bezahlt.

Bis wir im Kinderheim ankommen ist es bereits dunkel. Welch eine Überraschung – Alle Kinder tragen LGT-Marathon-T-Shirts, welche durch Bekannte nach Sri Lanka gebracht worden sind. Wir werden mit viel Räucherstäbchenduft und Hindu- Segnungen durch die Kinder begrüsst. Dann werden wir herumgeführt. Es ist grossartig!
Alles ist sehr sauber und das Mädchenhaus sieht wunderschön aus. Endlich sieht es so aus, wie wir uns das vorstellten. Die Patres und der Manager haben grossartige Arbeit geleistet. Durch die Hilfe des Zonta-Club Vaduz konnte das gesamte Mädchenhaus möbliert werden.
Die Kinder haben schon Pläne gemacht, wohin dieses Jahr der übliche Ausflug gehen sollte. – Sie wollen alle nach Trincomalee (war bis jetzt auch für uns nicht möglich wegen des Krieges). Für die reine Fahrtzeit dorthin benötigt man aber 8 Std. Uns scheint das viel zu weit – die Kinder aber lassen nicht locker. Da jetzt Examenvorbereitungszeit ist, haben die Schüler samstags und auch sonntags Schule. Pater Bosco spricht mit den Lehrern und die Kinder werden freigestellt. Also geht es am Freitag, morgens um 5.30 Uhr, los. Meine Bedenken, dass der Bus zu klein für so viele Kinder plus Gepäck ist, bewahrheiten sich.
Wir haben tatsächlich nicht genug Platz. Also bestellen wir ab Bandarawela noch einen Bus, was natürlich um diese Tageszeit nicht einfach ist. Schlussendlich fahren wir um 7.30 Uhr los. Die ganze Zeit bis abends um 20.00 Uhr wird gesungen und geklatscht. Auf der Fahrt sehen wir viele interessante Landschaften und auch noch wilde Elefanten.
Wer jetzt glaubt, dass die Kinder müde wären, irrt. Nach dem Abendessen gehen wir an den Strand, dort wird weiter gesungen, geklatscht und getanzt. Wir übernachten in einem Priesterseminar direkt am Meer.
Am anderen Morgen, nach dem Frühstück, besichtigen wir einen berühmten Hindutempel. Nachher geht es ab zu den heissen Quellen und dann endlich ans Meer. Auch wir können uns davon überzeugen, dass Trincomalee/Nilaveli- Beach den schönsten Strand Sri Lankas hat. Korallenriffe sind dem Strand vorgelagert und deshalb ist der Wellengang gering. Der Sand ist weiss und sehr sauber, das Wasser ist azurblau und man kann weit hinauswaten. Da Trinkomalee im Osten liegt, spenden die hohen Palmen am Strand den ganzen Nachmittag über Schatten.
Nach dem Mittagessen im Strandhotel, können wir den Hotelpool benutzen, was von den Kindern mit derselben Begeisterung wie das Bad im Meer genossen wird. Abends fahren wir ins Seminar zurück. Nach einem kurzen Besuch am Strand und Tanzen und Singen, fallen wir todmüde ins Bett.
Am nächsten morgen um 7.00 Uhr geht es zurück. Die Strassen sind sehr schlecht und wir kommen nur langsam vorwärts, was der Freude der Kinder aber keinen Abbruch leistet. Wir machen einen kleinen Umweg nach Sigiriya um den berühmten Sigiriyarock zu sehen. Es bleibt allerdings keine Zeit um hinauf zu kraxeln. In Kandy besuchen wir den wunderschönen botanischen Garten und nehmen dort das Mittagessen ein. Wie sich dann herausstellt, kennt der Besitzer des Restaurants Radjadurai unseren Manager (wie klein ist doch so ein riesiges Land mit 20.6 Mill. Einwohnern) und macht uns einen supergünstigen Preis für das Mittagessen. Nach einem einstündigen Marsch durch den wunderschönen Garten geht es weiter nach Hause. Spätabends sind wir wieder zurück im Kinderheim. – Wir haben viel gesehen: wilde Elefanten, Pfaue, Hirsche etc und natürlich diese wunderschöne Landschaft. – Für die Kinder wird dieser Ausflug unvergessen bleiben.

Die restlichen Tage verbringen wir mit Besprechungen, Abrechnungskontrollen, Pläne schmieden, Offerten einholen etc. Neue Kinderfotos müssen gemacht werden, da die Kinder sich in Zwischenzeit sehr verändert haben.
Es werden Ideen gesammelt um ein Einkommen zu generieren: Vergrösserung des Gemüsegartens, Vergrösserung des Farmbetriebes, prüfen ob es möglich wäre das Wasser der Hauseigenen Quelle zum Verkauf zu nutzen, ein vorhandenes Haus herrichten um ein Öko-Gästehaus daraus zu machen.

Und dann heisst es schon wieder Abschied nehmen.


Ohne Ihre Hilfe wäre dies alles nicht möglich! Um all diese Projekte weiterführen zu können, benötigen wir auch weiterhin ihre Hilfe. Wir möchten uns auch dieses Mal wieder recht herzlich bei allen Spendern bedanken.


Heinz und Luisa Mühlegg


PS: Der Ausflug wurde uns zum grossen Teil wieder durch eine Patenfamilie, die ungenannt bleiben möchte, gesponsert.

Satz + Druck AG Balzers hat uns verdankenswerterweise die Hälfte der Kosten des Reiseberichtes gesponsert.
Die zweite Hälfte wurde uns durch eine Patin gesponsert.